Erfahrungsbericht Volontariat auf der Finca Noah (Meike)

Ich war vom 27.12.2025 bis zum 06.01.2026 für zehn Tage als Helfer auf der neuen Finca Noah 2.0. Ich muss sagen: Es war einfach wunderbar.

Die Finca Noah habe ich als einen Ort kennengelernt, an dem Tiere, die lange Zeit nicht gesehen oder gehört wurden, endlich wahrgenommen und gesehen werden. Fürsorge, das Wohl der Tiere und ihre liebevolle und saubere Versorgung stehen hier an erster Stelle. Auch wenn sich die neue Finca Noah 2.0 noch im Aufbau befindet, erkennt man schon jetzt, welche Idylle dieser Ort einmal für Mensch und Tier sein wird. Momentan entstehen noch neue Strukturen, vieles muss sich neu organisieren – doch all die Menschen, allen voran Farah mit ihrer Familie, sind wahre Powermenschen! Jeden Tag sind neue Helfer vor Ort, die gemeinsam anpacken und Schritt für Schritt beim Aufbau unterstützen.

Das Wetter hat es uns in dieser Zeit nicht immer leicht gemacht. Es war oft kalt, regnerisch und matschig – doch das spielte keine Rolle. Egal bei welchem Wetter: Die Arbeit geht weiter, und vor allem werden die Tiere jederzeit zuverlässig und mit so viel Liebe versorgt. Das Wohl der Tiere steht immer über allem.

Der Morgen begannen meist immer recht früh mit dem ersten Kikeriki der Hühner – für mich ein Geräusch, das sofort Frieden und ein Gefühl von Freiheit vermittelt. Ein kleines Highlight war das morgendliche Ei, das ein und das selbe Huhn jeden Morgen in ein kleines Katzenhäuschen gelegt hat. Dieses Ei dann einzusammeln, hat mir jeden Tag aufs Neue ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Danach begann die Arbeit.

Die Begegnungen mit den Tieren haben diese Zeit für mich besonders gemacht. Die Hunde begrüßten mich jeden Morgen mit wedelnden Schwänzen, die Katzen kamen auf mich zu und wollten gekrault werden. Das zu erleben wie in Kürze eine solche Bindung zu den Tieren entsteht hat mich sehr berührt. Sehr oft fiel es mir schwer, weiterzuarbeiten, weil ich mich kaum von ihnen lösen konnte. Viele der Tiere haben Streicheleinheiten sogar dem Futter vorgezogen – was für treue Seelen! Ich hab sie alle so sehr in mein Herz geschlossen.

Meine Hauptaufgabe in diesen zehn Tagen war die Versorgung der Katzen auf dem gesamten Hof. Obwohl ich eigentlich ein großer Hundemensch bin, hat mir genau diese Arbeit mein Herz noch einmal ganz neu geöffnet. Bei ihnen hat man schnell gemerkt, wie dankbar, verschmust und zutraulich sie sind. Man merkt deutlich, dass viele von ihnen auf der Finca Noah wieder Vertrauen gefasst und Liebe erfahren durften, trotz den vielen unterschiedlichen Geschichten die hinter ihnen liegen. Hier entsteht alles mit so viel Liebe und das spiegeln die Tiere in ihrem Verhalten wieder!

Mit der Zeit habe ich mich immer besser in den Ablauf eingefunden. Anfangs braucht es ein paar Tage, um alles zu verstehen und anzukommen – doch dann weiß man, was zu tun ist, sieht die Arbeit und zieht gemeinsam an einem Strang.

An einigen Abenden haben wir gemeinsam am Tisch gesessen und zusammen gegessen. Alle waren müde und erschöpft, aber gleichzeitig zufrieden – mit dem Wissen, dass alle Tiere gut versorgt waren und es organisatorisch sowie im Aufbau der Finca wieder ein Stück weitergegangen ist. Auch wenn es sich manchmal, vor allem für Farah, noch zu langsam anfühlt und viele Fortschritte nicht sofort sichtbar sind, habe ich in diesen zehn Tagen erlebt, wie viel hier Tag für Tag gearbeitet wird und entsteht. Da steckt echt einiges dahinter. 🙂

Die Arbeit auf der Finca macht man von Herzen gern – denn man wird auf eine ganz besondere Weise dafür belohnt. Der Abschied fiel mir daher auch sehr schwer, und mein größter Wunsch ist es, dass jedes Tierchen, das zur Vermittlung steht, ein liebevolles Zuhause finden wird.

An Farah, Nadine und Juan sowie an das gesamte Team im Hintergrund: Eure Arbeit die ihr jeden Tag mit so viel Fleiß und Liebe leistet ist unglaublich! Die Tage bei euch haben mir gezeigt, was Tierschutz wirklich bedeutet. Das miterleben zu dürfen und ein Teil davon zu sein, hat mich sehr erfüllt.

Ich bin mit voller Power nach Deutschland zurückgekommen – denn die Zeit auf der Finca Noah gibt einem das Gefühl und die Inspiration mit, weiterzumachen und noch mehr bewirken zu wollen.

Viele Grüße
Meike

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