Eine Woche an einem ganz besonderen Ort – mein Einsatz bei Animal Police
Wir sind angekommen.
Mein Freund Berni, unser Chihuahua Kaj und ich standen vor einem grossen Tor und ziemlich schnell war klar: Hier wird nicht nur geredet. Hier wird gearbeitet. Noch bevor wir richtig angekommen waren, wurden wir direkt Zeuge davon wie eine schwere Gehege-Konstruktion mit vereinten Kräften von A nach B bewegt wurde. Alle haben angepackt. Es war einer dieser Momente, in denen man sofort spürt, dass hier Menschen mit Herz und Überzeugung arbeiten.
Das erste Willkommen kam deshalb nicht von den Menschen. Eine Katze, ein Esel und ein Pferd haben uns neugierig begrüsst. Ich war ehrlich gesagt bereits da ziemlich glücklich 😀.
Und dann hörten wir die Hunde.
Und da stand Farah vor uns.
Nun wurde es ernst. Ich hatte mich unglaublich auf diesen Moment gefreut. Gleichzeitig hatte ich grossen Respekt davor, Kaj in ein bestehendes Hunde-Rudel zu integrieren.
Farah hat mich nur angeschaut und gesagt: „Ich kenne meine Hunde“ und ihre Art hat mich beruhigt.
Im Nachhinein wirkte tatsächlich alles ganz einfach.
Eloi, der Chef des Rudels, hat Kaj akzeptiert und wir konnten ganz entspannt mit der Kennenlernphase beginnen. Während die Hunde ihre Dynamik fanden, ging es bei uns Menschen ebenfalls erstaunlich schnell. Ein kurzes Hallo, ein paar Hände geschüttelt und schon standen wir mitten im Team. Dann ging es direkt los mit dem Streichen der Voliere. Die musste an diesem Sonntag noch fertig werden was bedeutete, dass wir bis in die Dunkelheit und mit Stirnlampe noch gearbeitet haben, denn am nächsten Tag begann die Konstruktion für das Strohdach.
Farah, Nadine und Juan sowie die Helferinnen, Helfer und Volontäre haben uns sofort aufgenommen. Jeder hatte neben seinen Aufgaben ein offenes Ohr für Fragen, einen guten Tipp oder einfach eine helfende Hand. Es war dieses besondere Gefühl von Offenheit, Vertrauen und gemeinsamer Mission.
Und so begann eine Woche voller Arbeit, Lernen und Begegnungen.
Jeden Morgen und Abend durfte ich die Katzen versorgen und am Nachmittag mit den Hunden spazieren gehen. Gleichzeit unterstütze Berni im Stall und versorgte die Pferde und Esel. Danach wurde gemeinsam das Gelände von Schaff-, Hunde-, Hühner-, Gänse- und Reh-Hinterlassenschaften gereinigt. Besen, Rechen und Mistkarre wurden in dieser Woche zu unseren stetigen Begleitern.
Erst wenn alle Tiere versorgt waren und wir kurz etwas gegessen hatten, ging es weiter mit dem Aufbau dieses besonderen Ortes.

Und ja – mir war vorher nicht bewusst, wie viele Muskeln und Knochen in meinem Körper existieren und vor allem gleichzeitig schmerzen können.
Wir haben gestrichen, Steine geschleppt, Platten verlegt und sogar ein kleines Baumhaus gebaut. Körperliche Arbeit, echte Teamarbeit und gleichzeitig unglaublich erfüllende Momente.
Und mittendrin gab es immer wieder diese schönen, kleinen Momente: Kurz innehalten und die Hunde Frau Meier oder Jack streicheln oder während dem Putzen kurz mit den Katzen spielen. Diese Momente haben alles verbunden.
Manchmal war es für mich eine richtige Herausforderung, den Fokus bei der Arbeit zu behalten. Denn überall waren Tiere, Begegnungen und Geschichten. Gleichzeitig war genau das der Grund, weshalb ich jeden Morgen mit so viel Freude aufgestanden bin.
Diese Woche hat meine Batterien auf eine ganz besondere Weise aufgeladen.
Durch Menschen, die ihr Herz für Tiere einsetzen.
Durch ein Rudel, das zeigt, was Zusammenhalt bedeutet.
Und durch einen Ort, an dem jeden Tag etwas wächst, für Tiere, für Menschen und für die Zukunft.
Danke Nadine, Juan und Farah sowie dem ganzen Team und natürlich allen Tieren für diese unvergessliche Woche. Auf ein baldiges Wiedersehen.

Berni, Kaj und Alexandra März 2026






